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Kenia 2017

Privatsafari 

Best of Kenia „Special“ 2017


Wie alles begann…

Schon Mitte des Jahres 2016 keimte in uns der Wunsch auf, wieder nach Afrika zu reisen. Doch welches Ziel sollte es diesmal werden. Ein Route-Trip durch Namibia, ein Gorilla-Trekking in Ruanda, mal zu den Viktoriafällen oder doch wieder eine der geliebten Safaris durch Ostafrika? Nach der Kilimanjaro-Besteigung im Jahr 2015, mit anschließender Safari, fiel Tansania als Reiseziel aus. Auch die Kosten sollten sich im möglichen Rahmen bewegen, so blieben nur noch Namibia und Kenia zur Wahl. Aber auch hier war dann Recht schnell klar, der Flugpreis ist entscheidend und so landeten wir doch wieder in Kenia. Von da an standen die Flugangebote unter ständiger Beobachtung.

Als Reisezeit wählten wir Mitte Mai, zumal ja auch noch ein Geburtstag anstand und dieser in einer schönen Umgebung stattfinden sollte. Die Länge des Aufenthaltes machten wir von den Kosten abhängig, aber grob sollten es 9-12 Tage Safari werden. Die zu besuchenden Parks waren schnell eingegrenzt und für jeweils zwei Übernachtungen anvisiert, will man doch nicht ständig nur auf der Straße zubringen.

Ein grober Plan war gefasst und wir starteten die erste Anfrage einer Individuellen Safari bei verschiedenen Anbietern. Nach kurzer Zeit hatten wir auch einige Angebote auf dem Tisch, doch auch hier mussten wir feststellen, individuell stellen wir uns anders vor. So wurden uns auch Standard-Touren zu stolzen Preisen angeboten. Bei Novatours wurden wir allerdings nicht enttäuscht, wie schon die letzten Jahre war es das einzige Angebot welches unsere Wünsche ausnahmslos berücksichtigte. Einzig der Preis für zwei Personen lies uns noch einmal überlegen. Was wäre denn wenn wir noch zwei Personen für unser Vorhaben begeistern könnten? So fragten wir unsere lieben Geocacher-Freunde einmaedel&Zie26, ob denn vielleicht Interesse besteht uns zu begleiten. Nach ausreichend Bedenkzeit und einem gemeinsamen Kurzurlaub auf Kreta sagten die beiden schließlich zu. Von nun an machten wir uns an die finale Planung. Wir stimmten gemeinsam ab welche Parks wir besuchen möchten, welches Budget zur Verfügung steht und von welchem Flughafen wir ins Abenteuer starten möchten. Nach viel Recherche, einigen Überlegungen bezüglich der Ankunftszeiten in Kenia entschieden wir uns für einen Tagflug ab Berlin/Tegel und einer Übernachtung in Nairobi. So kann man entspannt und ausgeschlafen zur Safari starten. Die Flüge buchten wir in Eigenregie, zu einem recht gutem Preis und zu unserer Wunschflugzeit. Währenddessen standen wir weiterhin mit Novatours in Kontakt, um den Verlauf der Safari im Detail abzustimmen. Nach einigem hin und her war es dann endlich soweit, die Tour steht.

Reisezeitraum: 12. Mai – 24.Mai 2017
Route: Nairobi – Meru NP – Ol Pejeta Concervancy –Lake Nakuru NP - Lake Naivasha NP –Amboseli NP – Tsavo/Lumo Concervancy - Nairobi

Karte

Von diesem Zeitpunkt an lief der Countdown, 185 Tage bis zum ersehnten Tag des Reisebeginns. Täglich gab es ein update und die Tage wurden langsam aber stetig weniger. Die Zeit wurde dazu genutzt einige Vorbereitungen zu treffen. Sind die Pässe noch lange genug gültig, wie sieht der Impfstatus aus, ist die Kamera noch intakt? Es wurden Speicherkarten geleert, Akkus geladen, die Reiseapotheke aufgefrischt, die Kleidung auf Safaritauglichkeit geprüft, Reiseführer studiert und natürlich auch nach Geocaches entlang der Strecke geschaut. Der Parkplatz fürs Auto wurde gebucht und bei einem letzten Treffen die Abfahrtszeit auf ca. 3 Uhr festgelegt. Die letzte Woche vor Reisebeginn zog sich scheinbar unendlich dahin. Jeden Tag nahm die Spannung zu und man konnte es kaum noch erwarten endlich im Flugzeug Richtung Afrika zu sitzen.

Berlin Tegel

Tag X – oder „ jetzt geht’s los !“

12. Mai 2017 Leipzig – Berlin/Tegel – Amsterdam – Nairobi

Nach einer sehr kurzen Nachtruhe treffen unsere Reisebegleiter 2:30 Uhr bei uns ein. Die Taschen im Auto verstaut, geht es überpünktlich in Richtung Berlin. Da wir gut durchkommen, bleibt sogar noch etwas Zeit, um ein paar Geocaches entlang der Strecke zu suchen.

Etwas vor der geplanten Ankunft am Parkplatz, werden wir dort sehr zügig abgefertigt. Taschen raus, Auto abgestellt, alle Taschen samt Besitzer im Shuttle-Bus untergebracht, geht es auf direkten Weg zum Flughafen. Am Check In – Schalter sind wir momentan die einzigen Reisenden. Nach dem wir brav den Schlängelweg zum Schalter abgelaufen sind (die 2 Meter über den Priority Check-In sind schließlich heilig und nichts für den 0815-Fluggast), nutzen wir die Chance, unsere Sitzplätze auf der Langstrecke Amsterdam – Nairobi etwas angenehmer zu gestalten. Es gelingt, wer hätte das noch gedacht.

Anflug auf Nairobi

Mit ein paar Minuten Verspätung startet das Flugzeug Richtung Amsterdam, doch auf den weiteren Verlauf hat dies keinen großen Einfluss. Einen kurzen Aufenthalt in Amsterdam später, starten wir recht pünktlich in Richtung Nairobi. Nach einem angenehmen Flug mit vorzüglichem Service an Bord, landen wir pünktlich in Nairobi. Nach den üblichen Einreiseformalitäten, Visa und Geldwechsel, erwartet uns am Ausgang unser Fahrer. Doch dann ist die Überraschung groß, den Fahrer kennen wir doch. Rufas ist sein Name und er hat uns schon auf unserer Safari 2013 sicher durchs Land gefahren. Er bringt uns ins Oakwood Hotel, in dem wir unsere erste Nacht verbringen und verabreden uns für 7 Uhr am nächsten Morgen, um zur Safari zu starten.

Unterkunft: Oakwood Hotel Nairobi

Das Oakwood Hotel liegt im Herzen von Nairobi in der Kimathi Street. Ein kleines 3-Sterne-Hotel mit 20 Zimmern, im Inneren mit viel traditionellen Holz dekoriert, welches dem Hotel den Namen gab. Das Highlight ist hier mit Sicherheit der rustikale Fahrstuhl. In Deutschland würde jeder TÜV-Mitarbeiter die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und das Gefährt umgehend stilllegen. Die Zimmer wirken sehr abgewohnt und die besten Zeiten des Hotels sind schon lange vorbei. Doch für einen kurze Nacht musste es reichen.
Oakwood Hotel Nairobi
Nairobi

Nairobi - Kenias Hauptstadt, die erste Station unserer Reise, liegt am Fluss Nairobi, einem Nebenfluss der Athi und auf einer durchschnittlichen Höhe von 1624 Meter. Nairobi ist eine recht junge Stadt, sie entstand während dem Bau der Uganda-Bahn 1896 aus einem Versorgungsdepot und Eisenbahnlager. Heute leben hier ca. 3 Mio. Menschen auf einer Fläche von 693 km².
Nairobi

13. Mai 2017 Nairobi – Ol Pejeta Concervancy

Früh aufstehen war angesagt, denn es lagen knapp 400 km vor uns. Nach einem dürftigen, nennen wir es beim Namen: saumäßigen Frühstück und dem wohl schlechtesten Kaffee ganz Kenias starteten wir überpünktlich um 7 Uhr in Richtung Meru. So ging es gut eine Stunde durch das erwachende Nairobi, um bei Thika den ersten kurzen Stopp einzulegen. Hier wartete ein Geocache darauf, gefunden zu werden.

Ein kurzer, abenteuerlicher und durch einen kleinen (kostenpflichtigen) Tierpark führender Pfad brachte uns zum Punkt X. Einmal rund um den Baum und das Döslein war entdeckt. Juhu! Das war schon mal der Länderpunkt für einmaedel&Zie26 und für uns wenigstens eine Dose an diesem Ort, an dem wir es vor 4 Jahren schon einmal mit einem Fund versucht hatten.

Thika Wasserfall

Naro Moru – Was dann folgte lässt sich kurz mit den Worten „Alles hat seinen Sinn“ zusammenfassen. An der hiesigen Tankstelle stellte die Lichtmaschine unseres Fahrzeugs ihre Arbeit ein. Für uns ergab sich somit die sofortige Gelegenheit des ersten Sonnenbrandes, da um die Mittagszeit Schatten ein wirklich rares Gut ist. Ganz nebenbei ließ sich auch noch eine Feldstudie in Sachen Kenianische Arbeitsweisen betreiben. Eine Grube, eine Abdeckung und ganz viel Ausdauer und Kreativität.

Zwangspause

Sonnenbaden ist zwar ganz nett, aber dazu waren wir ja nicht hergekommen. So wurde ein Ersatzfahrzeug samt Fahrer organisiert, der uns ins nahe gelegene Sweetwater-Camp überführte.

Zunächst für eine Nacht sollte dieses Camp unsere erste Schlafstätte werden. Wie sich noch herausstellen sollte, war dies eine gute Entscheidung.

Pirschfahrt 16 Uhr – Löwin, Büffel, Elefant, 10 Rhinos – darunter die letzten 3 ihrer Art (nördliches Breitmaulnashorn Sudan,Najin und Fatu)- Damit waren die Big Five fast komplett, nur ein Leopard fehlte noch. Noch …

Nach dem Abendessen herrschte die einhellige Meinung: „Ja, kann man durchaus öfter genießen.“ und damit ließ es sich auch gut einschlafen.

Südliches Breitmaul-Nashorn
Unterkunft: Sweetwaters Tented Camp

Unweit des Äquators liegt das Sweetwaters Tented Camp. Der Lageplatz wurde mit Bedacht gewählt. So hat man eine herrliche Aussicht auf die Savanne bis hin zum Mt. Kenya. Das Camp verfügt über 39 Zelte, welche rund um eine große Wasserstelle angeordnet sind.
Sweetwaters Tented Camp
Ol Pejeta Concervancy

Das Ol Pejeta Conservancy liegt auf dem Laikipia Plateau. Dieses ist privat geführt und liegt rund 20 km nordwestlich von Nanyuki zwischen den Aberdares und dem Mt. Kenya. Es gilt also Ostafrikas größtes Nashorn Schutzgebiet. Das Gebiet umspannt dabei eine Fläche von rund 350 km² Ein Teil des heutigen Schutzgebietes ist Sweetwaters, das früher im Besitz von Lord Delamere war, welcher zu den größten Farmern in der kolonialen Zeit zählte. Er war im Besitz der Ol Pejeta Ranch, das später zum Hotel umgebaut wurde. 1989 wurde es in ein privates Schutzgebiet umgewandelt und war für die Zucht von schwarzen Nashörnern geplant. 1993 wurde in Zusammenarbeit mit dem KWS (Kenya Wildlife Service) und dem Jane Goodall Institute zusätzlich ein eingezäuntes Schutzgebiet (45 ha) für Schimpansen geschaffen. Im Reservat tummeln sich neben den Nashörnern vor allem Giraffen, Zebras, Elefanten, Oryx und auch Löwen. Man findet im Reservat mit etwas Glück auch die seltenen Wildhunde.Ein weiteres Programm ist die Arterhaltung des nördlichen Breitmaulnashorn, von diesen leben nur noch drei Exemplare, ein Männchen und zwei Weibchen. Hier im Ol Pejeta Concervancy werden diese rund um die Uhr von schwerbewaffneten Rangern bewacht, um die Tiere vor Wilderer zu beschützen. Während dessen sind Forscher aus der ganzen Welt darum bemüht die Art weiterhin zu erhalten.
Ol Pejeta Concervancy

14. Mai 2017 Ol Pejeta Concervancy – Meru Nationalpark

Zur Frühpirsch gab es dann gleich mal einen Leoparden zu sehen. Nicht nur, dass damit die Big Five komplett waren und das gleich im ersten Park. Nein. Mit einmaedel&Zie26 schien das „Seltene-Tiere-Beobachtungs-Glück“ mitgereist zu sein, denn es sollte nicht die letzte Big-Five-Sichtung sein.

Afrikanischer Leopard (Panthera pardus pardus)

Was folgte, war eine lange Fahrt in den Meru NP. Dort warteten reichlich Schlammlöcher, Wasserdurchfahrten und andere Unwegbarkeiten auf uns. Dies machte den Wechsel auf einen Camp-Jeep erforderlich, mit dem es immer „einfach durch“ ging.

Auf uns wartete ein sehr exklusives Camp, in dem „Italian Food“ angesagt war. Furchtbar lecker, das war schon nach der ersten Mahlzeit klar und in der Kombination mit den äußeren Gegebenheiten einfach nur „dekadent“.

Hier ließ es sich aushalten und so wurde der Rest des Tages zum Relaxen genutzt.

Murera Gate – Meru Nationalpark
Unterkunft: Rhino River Camp

Das Rhino River Camp liegt an der westlichen Grenze des Meru Nationalpark, am Ufer des Flusses Kindani. Es besteht aus acht Luxuszelten, welche sich, durch die Verarbeitung lokaler Materialien, gut in die Umgebung einpassen. Alle Zelte verfügen über eine private Terrasse mit Blick auf den Fluss.
Rhino River Camp
Park: Meru Nationalpark
Baobab im Meru Nationalpark

15. Mai 2017 Meru National Park

Ein ganzer Tag im Park bedeutet eben auch, dass neben reichlich Tierbeobachtungen auch die Mahlzeiten unter freiem Himmel stattfinden. Beide Tätigkeiten haben natürlich ihr gewisses Etwas.

Massai-Löwe (Panthera leo massaicus)

Zum einen konnten wir (zum wiederholten mal…) die Big Five sehen und bildlich festhalten und zum anderen waren sowohl das Frühstück auf einer Kopje als auch das Mittagessen am Hippo-Pool in gewisser Hinsicht, um es wieder in bekannte Worte zu fassen, dekadent.

Sicherheits-Check auf der Frühstücks-Kopje
Unterkunft: Rhino River Camp

Meru Nationalpark

Der Meru Nationalpark wird von mehreren Flüssen durchzogen und ist landschaftlich sehr reizvoll und vielfältig. Wald am Fuße der Nyambeni Hills, weit offene Savanne durch die sich Flüsse schlängeln, Doum Palmen nahe den Flussufern, all das gibt dem Park seine persönliche Note. Das Meru Schutzgebiet ist reich an Tierleben und so findet man dort folgende Arten: Elefanten, Geparden, Löwen, Leoparden, Zebras, Nashörner, Gazellen, Oryx, verschiedene Antilopenarten wie Dik Diks, Kudu und noch viele mehr. Unter anderem gibt es hier eine der größten Büffelherden in Kenia. In den Flüssen tummeln sich Krokodille und Flusspferde. Mehr als 300 verschiedene Vogelarten wurden im Park registriert. Aufgrund der Vegetation ist die Tierbeobachtung nicht so einfach wie beispielsweise in Samburu. Da es nur wenige Unterkünfte gibt, findet man auch nur wenige Touristen. Dies verleiht dem Park zusätzlichen Flair, da man hier ein sehr intensives Naturerlebnis hat. Bekanntheit erlangte der Meru Nationalpark auch, da George und Joy Adamson die Löwin Elsa in die Freiheit entließen. George Adamson zog die Löwin gemeinsam mit seiner Frau auf. Die Geschichte wurde später verfilmt und der Film "Frei geboren" erlangte internationale Bekanntheit.

 


16. Mai 2017 Meru Nationalpark – Ol Pejeta Concervancy

„Zurück nach Sweetwaters“ war heute das Motto und das mit dem „water“ hatte der für’s Wetter Verantwortliche auf jeden Fall wörtlich genommen. Er segnete uns damit reichlich von oben. Aber da war ja was mit Regenzeit…

Regenzeit

Es gab auch Zeit für einen Cache, nahe des Äquators und zum Lunch hatten wir das Camp erreicht. Die Pirschfahrt am Nachmittag sollte mit einem besonderen Zusammentreffen enden. Wir durften mit Sudan, dem letzten männlichen nördlichen Breitmaulnashorn Kontakt aufnehmen, wobei Kontakt hier wörtlich zu nehmen ist.

Sudan – das letzte männliche Nördliche Breitmaul-Nashorn (1973 – 19. März 2018)

Die Quittung für unseren Besuch konnten wir uns dann noch selbst in unsere Pässe stempeln – eben alles „offiziell“.

Das nebenbei stattfindende, kleine, runde Jubiläum wurde am Abend mit einer leckeren Flasche Wein beprostet, wobei beim Servieren der Flasche wohl wieder der Begriff „dekadent“ passend gewesen wäre.

Unterkunft: Sweetwaters Tented Camp
Camp auf dem Äquator
Sweetwaters Game Reserve
Äquator mit Blick zum Mt.Kenya 

17. Mai 2017 Ol Pejeta Concervancy – Lake Nakuru Nationalpark

Heute hieß es wieder: umsetzen und zwar zum Lake Nakuru. Eine überschaubare Strecke, so dass es nicht vor dem Aufstehen losging. Es war auch Zeit, um am Nyahuhuru Wasserfall eine Pause einzulegen. Weiter ging es am Great Rift Valley entlang bis hin zum Camp, das wir pünktlich zum Lunch erreichten.

Nyahuhuru Wasserfall

Die wohl interessanteste Sichtung, die wir alle an diesem Tag noch machen sollten, waren die „Haus-Paviane“, die ohne weiteres in der Lage waren, verschlossene Terassentüren zu öffnen, um sich mit den Habseligkeiten der Zimmerbewohner näher vertraut zu machen.

Pavian
Unterkunft: Lake Nakuru Lodge

Die Lake Nakuru Lodge, entstanden aus einem alten Farmhaus, liegt direkt am Ufer des Sees und bietet einen großartigen Blick auf den See mit seinen Millionen an Flamingos und Pelikanen und die umgebenden Berge.Die Lodge mit ihren kleinen Bandas, im landestypischen Stil, bietet Platz für ca. 120 Gäste.
Lake Nakuru Lodge
Lake Nakuru Nationalpark

Kaum 50 km nördlich von Naivasha liegt der Nakuru See. Hier ist auch die Provinzhauptstadt mit mehr als 130 000 Einwohnern. Der Nakurusee ist ein El-Dorado für Vögel. Der flache, abflusslose, sodahaltige See, 1755 m über dem Meeresspiegel gelegen, nimmt je nach Niederschlagsmenge eine Fläche von 25 bis 70 qkm ein. Früher war der See auch für die große Anzahl an Flamingos bekannt. Je nach Jahreszeit hielten sich bis zu 2 Millionen Flamingos am See auf. In den letzten Jahren sind große Teile der Flamingopopulation zu anderen Grabenbruchseen weitergezogen. Der Grund dafür sind saisonale Überschwemmungen des Sees gewesen. Die kann jedoch wieder wechseln. Zum Ausgleich findet man in diesen Zeiten große Schwärme von Pelikanen, welche oft in wunderbarer Formation über das Wasser gleiten. Das Areal beherbergt über 400 Vogelarten und 70 verschiedene Säugetierarten, unter anderem Löwen, Leoparden, Rothschildgiraffen, Wasserböcke, Gazellen, Zebras, Grüne Meerkatzen, Colobusaffen, Paviane und eine große Anzahl an Nashörnern.
Lake Nakuru

18. Mai 2017 Lake Nakuru Nationalpark

Zeitiges Aufstehen war heute angesagt, denn eine Frühpirsch stand auf dem Programm, bei der wir auch Gelegenheit hatten, am und mit dem Makalia Wasserfall ein paar Fotos zu machen. Außerdem kreuzte eine Gruppe Nashörner unseren Weg.

Makalia Wasserfall

In der Lodge erneuerten wir den hier befindlichen Cache, denn wer weiß, wann es den nächsten Geocacher hierher verschlägt.

Die Ausfahrt am Nachmittag gipfelte im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Cliff mit dem passenden Namen „Out of Africa“.

Viewpoint „Out of Africa“
Unterkunft: Lake Nakuru Lodge

Lake Nakuru Nationalpark
Morgenstimmung im Lake Nakuru Nationalpark

 

19. Mai 2017 Lake Nakuru Nationalpark – Lake Naivasha Nationalpark

Heute ging es von einem See zum anderen. Lake Naivasha hieß das Tagesziel. Dort wartete quasi schon ein Boot auf uns, welches uns dann übersetzen sollte auf Crescent Island. Auf dieser Halbinsel waren dann die eigenen Beine gefragt, um sich fortzubewegen. Ein etwa 1-stündiger Rundgang führte uns ziemlich nahe an so manches kleinere und größere Tier heran. In jedem Fall ein Erlebnis der etwas anderen Art.

Bootstour Lake Naivasha

Den Nachmittag nutzten wir dann zu einem gemütlich, fotografischen Spaziergang durch den Lodge eigenen Park, in dem Tiere jeder Art frei umher laufen und fliegen. Zu erwähnen wäre noch, dass wir direkt von unseren Balkons die grasenden Hippos beobachten konnten, die praktisch im Vorgarten der Nahrungsaufnahme nachgingen. Um es kurz zu machen: dekadent.

Unterkunft: Lake Naivasha Sopa Lodge

Die luxuriöse Lodge liegt inmitten einer großzügigen Gartenanlage am Rand des Sees und verfügt über 21 Bungalows (Rundhütten) mit je 4 Wohneinheiten. Im großzügig angelegten Hauptgebäude befindet sich neben der Rezeption eine vortreffliche Lobby mit Kamin, das Restaurant mit Bar, im Nebengebäude am wunderschön angelegten Swimmingpool (wegen Renovierung geschlossen) befindet sich ein gemütliches Cafe. In einem weiteren Nebengebäude befinden sich die Räume des Fitnesscenters und diverse Massagen. Eine Besonderheit dieser Lodge ist der große Tierbesuch in der Gartenanlage, so kann man Meerkatzen, Zebras, Busch- und Wasserböcke beobachten. Nachts kommen Flusspferden an Land und grasen auf dem Gelände der Lodge. 
Lake Naivasha Sopa Lodge
Lake Naivasha Nationalpark

Der Lake Naivasha ist im Great Rift Valley Kenias einer der wenigen Seen, die Wasser durch oberirdische Zuflüsse erhalten. Im Gegensatz zu den Natronseen Lake Nakuru, Lake Bogoria und Lake Elementaita handelt es sich um beim Lake Naivasha um einen Süßwassersee.

Fischreichtum und der große Wasserverbrauch landwirtschaftlicher Betriebe lassen die Seespiegel stark schwanken. Mitten im See befindet sich die Insel Crescent Island, die in Privatbesitz ist und als Wildlife Sanctuary den Besuchern neben Vogelbeobachtungen auch die Möglichkeit gibt, zwischen Zebras, Giraffen und Gnus spazieren zu gehen. Raubkatzen gibt es nicht.
Fischer am Lake Naivasha

20. Mai 2017 Lake Naivasha – Amboseli Nationalpark

Zeitiges Aufstehen war angesagt, denn es lag ein langer Weg nach Amboseli vor uns. Pausen müssen aber auch sein und so konnten wir bei einer solchen am Great Rift Valley zwei Caches in Angriff nehmen, wobei der Fund des einen gleichzusetzen war mit dem Erwerb von ein paar Souvenirs.

Great Rift Valley

Die Lodge erreichten wir pünktlich zum Lunch, doch leider hatte sich der Kilimanjaro in den Wolken versteckt, sodass wir auf den imposanten Ausblick bis zum nächsten Tag warten mussten.

Bei der Pirsch am Nachmittag gab es die ersten Geparden zu sehen, doch für ein lohnenswertes Foto waren unsere „Rohre“ nicht groß genug. Dafür gab es am Abend reichlich Sterne am Lagerfeuer zu beobachten.

Sonnenuntergang Amboseli Nationalpark
Unterkunft: Amboseli Sopa Lodge

Die Amboseli Sopa Lodge liegt in ca. 1.300 Meter ü.d.M. am Fuße des mächtigen Mount Kilimanjaro. Im Hauptgebäude befindet sich neben der Rezeption und Lobby das Restaurant und eine Bar, ein TV- und Videoraum für Vorträge und ein kleiner Souvenirshop. Die Lodge auf einem ca. 90 ha großen Gelände liegt unweit der Stelle, wo sich Ernest Hemingway zu seinem Buch „Schnee auf dem Kilimanjaro“ inspirieren lassen hat. Die Unterbringung erfolgt im typischen Stil errichteten Rundbungalow, alle Zimmer verfügen über DU/WC und eine kleine Veranda. In der großzügig angelegten Gartenanlage befindet sich auch der Swimmingpool mit einem fantastischen Blick zum Kilimanjaro.


Amboseli Nationalpark

Kein Hollywood-Studio könnte eine schönere Kulisse für eine Safari schaffen, als sie der Amboseli Nationalpark bietet: Während Elefanten, Zebras und Büffel in der flachen Savannenebene grasen, glänzt im Hintergrund die schneebedeckte Kuppe des mächtigen Kilimandscharo. Elefanten im Amboseli Nationalpark. Die Tiere finden vor allen in der Nähe der zahlreichen Seen und Sümpfe das ganze Jahr über ausreichend Nahrung. Hier wachsen Papyrus, in den trockenen Ebenen herrschen Dornbüsche und Akazienforste vor. Der Boden besteht aus feinem Vulkanstaub, der vom heute zu Tansania gehörenden Vulkanberg Kilimandscharo stammt. Dieser feine Staub bescherte dem Park seinen Namen, denn Amboseli ist das Maasaiwort für „Salziger Staub". Das Zentrum des Parks ist der Ort Ol Tukai, der während der Dreharbeiten des Films „Schnee am Kilimandscharo" entstand. Hier befinden sich die meisten Lodgen, und die großen Pisten treffen aufeinander. Man trifft hier auch auf eine vielfältige Fauna, besonders aber auf die große Elefantenherden, für die der Park berühmt ist (es sollen etwa 1.000 Dickhäuter sein). Darüber hinaus leben Büffel, Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparden, Tüpfelhyänen Löffelhunde, Zibetkatzen und eine Vielzahl von Huftieren.
Afrikanische Elefant (Loxodonta africana)

21. Mai 2017 Amboseli Nationalpark

Wenn die Sonne langsam aufgeht und sich der Kilimanjaro dabei in seiner ganzen Größe und Pracht zeigt, dann ist das schon etwas Besonderes. Ein Anblick, der die Vorfreude auf die ganztägige Pirschfahrt noch etwas steigerte. Die nicht zu übersehende Trockenheit im Park brachte es leider mit sich, dass die sich zeigenden Tiere eher übersichtlicher Anzahl waren.

Steppenzebra (Equus quagga) im Amboseli NP

Am „Observation Hill“ war dann Lunch-Time und gleichzeitig die Gelegenheit, sich zweier Geocaches anzunehmen. Neben der Lunch-Box und der Cache-Box gab’s noch einen fantastischen Rundum-Blick und auch „der Helle“ zeigte sein weißes Dach.

Blick vom Observation Hill
Unterkunft: Amboseli Sopa Lodge
Blick von der Lodge zum Kilimanjaro
Park: Amboseli Nationalpark

 


22. Mai 2017 Amboseli Nationalpark – Tsavo/Lumo Concervancy

Tsavo sollte an diesem Tag das letzte Ziel unserer Reise werden und das dafür ausgewählte Camp samt seiner exponierten Lage, einhergehend mit den aufgetischten Speisen, kann nicht anders als mit dem Wort „dekadent“ betitelt werden.

Der Weg dorthin muss zumindest teilweise mit „abenteuerlich“ beschrieben werden, wobei es für die an uns quasi vorbeischwebenden Busse wohl eher „sanftes Gleiten“ war.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Am Nachmittag stellte sich leichter Regen ein, der aber die Pirschfahrt im Lumo Concervancy und Taita Hill Sanctuary nicht minder interessant machte. Auch die mollig warmen Feueröfen sowie die kuscheligen Wärmflaschen für’s Bett sollen nicht unerwähnt bleiben.

Unterkunft: Lion´s Bluff Lodge

Im privat geführten Taita Hills Sanctuary liegt auf dem Gipfel des Mwashoti Berg die Lodge und bietet durch diese traumhafte Lage einen 360 Grad rundum Ausblick auf die Weiten des Parks,die Pare Mountains, Usambara Mountains, Taita Hills und an klaren Tagen auch auf den Kilimandscharo. Die Lodge verfügt über 12 Bandas (Rundhütten), abenteuerlich in den Berg gebaut. Jede Banda, rustikal und schön eingerichtet, hat sein eigenes Badezimmer und eine kleine Terrasse, wo man sich den ganzen Tag aufhalten könnte, weil die Aussicht einfach grandios ist.

Ferner verfügt die Lodge über mehrere Terrassen und ein sehr geräumiges Restaurant, welches nach allen Seiten offen ist, damit man jederzeit die Aussicht genießen kann. Zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist der Blick über die Ebene zu den umliegenden Bergen einfach grandios.
Lion´s Bluff Lodge
Taita Hill Sanctuary/ Lumo Concervancy

Das Taita Hills Wildlife Sanctuary ist ein privates Wildschutzgebiet liegt am östlichen Rand des südlichen Tsavo West Nationalparks. So sind Tierbeobachtungsfahrten nicht nur im Wildschutzgebiet selbst, sondern auch Tsavo West Nationalpark möglich. Außerdem dürfen hier, anders als in staatlichen Nationalparks, nächtliche Pirschfahrten und Fußsafaris durchgeführt.
Das Taita Hills Wildlife Sanctuary ist etwa 110 qkm groß und Lebensraum für über 50 Säugetier- und 300 Vogelarten. Zu sehen sind Büffel, Elefanten, Leoparden, Löwen, Giraffen, Impalas, Wasserböcke, Thomsongazellen, Kudus und Dikdiks. Genau genommen liegt das Schutzgebiet aber nicht in den Taita Hills, sondern im flacheren Land östlich der Hügel. Im Süden des Taita Hills Wildlife Sanctuary schließt das Lumo Concervancy an, das im Westen an den südlichsten Teil des Tsavo West Nationalparks mit dem Lake Jipe grenzt.
Taita Hills Wildlife Sanctuary

23. Mai 2017 Tsavo Ost

Tsavo-Ost war der letzte Park, in den uns diese Safari führen sollte. Leider sorgte die unübersehbare Trockenheit dafür, dass wir kaum ein Tier zu sehen bekamen. Diese schienen alle in feuchtere Regionen abgewandert zu sein.

Waren wir bei der Kaffeepause in der Ashnil Aruba Lodge noch froh, ein schattiges Plätzchen zu bekommen, so waren wir beim Lunch dann durchaus dankbar für ein regenschützendes Dach über dem Kopf.

Highlight des Tages und ein würdiger Abschluss der Reise war der Sundowner im schwindenden Lichte eines grandiosen Sonnenunterganges zusammen mit einem perfekt ausgesuchten, delikaten Rotwein. Durchaus „dekadent“, aber einfach schön.

Unterkunft: Lion´s Bluff Lodge
Weg zur Lions Bluff Lodge
Tsavo Ost Nationalpark

Der Tsavo Ost Nationalpark hat eine Fläche von 13747 km2 und ist der größte Nationalpark in Kenia. Zusammen mit seinem etwas kleinerem Bruder dem Tsavo West Nationalpark erreichen sie eine Fläche 21 000 km2. Das ist etwa halb so groß wie die Niederlande. Die beiden Parks werden von der Bahn- und Straßenverbindung Mombasa - Nairobi in zwei Hälften geteilt, mit jeweils eigener Verwaltung und separaten Zugängen. Die Attraktion des Tsavo Ost sind seine "roten Elefanten", die aus der Entfernung wie wandernde, rote Felsen aussehen. Ihre Tarnung ist schnell entlarvt: Die Dickhäuter sprühen sich mit der eisenhaltigen, roten Erde ein, um sich vor der Sonne und Insekten zu schützen. Das intensive Rot des sandigen Bodens hinterlässt überall Spuren und bewirkt ungewöhnliche Bilder. Schwarzrot gestreifte Zebras, Löwen mit rotgoldener Mähne, und am Wegrand türmen sich gigantische rote Bauten auf, die Schlösser der Termiten.
Aruba Dam

24. Mai 2017 Tsavo/Lumo Concervancy – Nairobi

Die Rückfahrt nach Nairobi war zwar lang, dennoch gestaltete sie sich nicht unangenehm. Wir legten mehrere Pausen ein und wie es der Zufall wollte, lag das eine „Örtchen“ direkt neben einer Quelle, aus der „Tusker Cider“ in Form von Dosen floss. Da hieß es zuschlagen und alle Vorräte aufkaufen.

Lecker!

Mit Cider im Gepäck rollten wir dann mal fließender, mal stockender in Richtung Hauptstadt, wo wir im Pangani Hotel einen letzten Kaffee-Stopp einlegten.

Dann war es soweit, es hieß Abschied nehmen. Wir dankten unserem Guide Rufas herzlich und trennten uns aber mit den Worten „Auf Wiedersehen“.

Was dann folgte war Warten, denn bis zum Start gegen Mitternacht war es noch ein Weilchen hin.

Der letzte Sonnenuntergang unserer Reise

 


25. Mai 2017 Nairobi -Berlin

Mit einer kurzen „Internetversorgungspause“ in Amsterdam landeten wir pünktlich in Berlin und kurze Zeit später am sicher abgestellten Auto. Da das Frühstück im Flieger eher bescheiden war, gab es auf der Rückfahrt noch was Richtiges und einen Kaffee beim McD. Nicht so dekadent wie die letzten knapp zwei Wochen, aber auch lecker.

Ein gemeinsamer Kaffee daheim sollte dann die erlebnisreichen, wunderschönen Tage abschließen.

Galerie

Besuchte Geocaches

Blue Posts Hotel #2: Two Rivers Junction
Almost Equator Cache
Nakuru 01
Lake Elementaita Panorama
Great Rift Valley Eastern Escarpment
Great Rift Valley ViewPoint
Amboseli: Noomotio Observation Hill
Noomotio Multi

Tansania 2015

Tansania 2015

…vom höchsten Gipfel Afrikas in die
Weite der Serengeti!
 


11.März 2015  Flug von Deutschland nach Kilimanjaro

Flug von Frankfurt zum Kilimanjaro mit Zwischenlandung in Addis Abeba.
Unser Flug mit Ethiopian Airlines startet pünktlich um 21:35 Uhr mit dem Ziel Addis Abeba. Dort landen wir im Licht der aufgehenden Sonne, bevor es nach gut drei Stunden Aufenthalt weiter in Richtung Kilimanjaro geht.
Der Tag erwacht!

 


12.März 2015  Ankunft Kilimanjaro – Moshi

Am Ende eines ruhigen Fluges landen wir 12:30 Uhr am Kilimanjaro Airport. Nachdem die Einreiseformalitäten recht zügig erledigt sind, werden wir von einem Mitarbeiter der Reiseagentur in Empfang genommen und zum Springlands Hotel nach Moshi gebracht. Wir verbringen den Rest des Tages mit Vorbereitungen für die anstehende Kilimanjaro-Besteigung und treffen am Abend unseren Guide. Nach dem Abendessen lassen wir den Tag gemütlich bei einem kühlen Kilimanjaro Premium Lager ausklingen. Es sollte für die nächsten Tage das letzte Bier gewesen sein.
Höhe: Moshi 915 m
Übernachtung: Springlands Hotel
Blick vom Springlands Hotel in Richtung Kilimanjaro

 


13.März 2015  Moshi – Nale Moru – Simba Camp

Heute geht's los, der Berg ruft. Doch zuvor wird noch ausgiebig gefrühstückt, das restliche Gepäck im Hotel eingelagert und die Reisetasche für die Besteigung einer Gewichtskontrolle unterzogen. Maximal 15 kg dürfen es sein, unsere Taschen liegen deutlich darunter. Gegen 9:00 Uhr beginnt ein reges Treiben und wir treffen erstmals auf unser Team, bestehend aus Guide, Assistent-Guide , Koch und einer Menge Träger. Der Tour-Bus ist fachmännisch beladen und wir starten zu einer langen Fahrt Richtung Nale Moru. Nale Moru ist ein kleines Städtchen an der Grenze zu Kenia und Startpunkt unserer gewählten Route, der Rongai-Route. Gegen Mittag erreichen wir das Nationalpark-Gate, an dem wir uns für die Tour registrieren lassen. Während wir unsere Lunchbox plündern, werden sämtliche Gepäckstücke auf die Träger verteilt. Ein chaotisch anmutendes,  aber nötiges Treiben. Ein letztes Wiegen und schon sind die ersten Träger unterwegs zum Camp. Es ist 13:30 Uhr als auch wir uns langsam auf den Weg machen. Die ersten Schritte führen vorbei an Feldern der ortsansässigen Bauern und durch angenehm duftende Pinienwälder. Nach gut drei Stunden haben wir das Simba Camp erreicht und verbringen die restliche Zeit bis Sonnenuntergang mit Faulenzen. Noch ein leckeres Abendessen, dann kriechen wir recht zeitig in unsere Schlafsäcke. 

Höhe: Nale Moru  1.997 m , Simba Camp: 2.671m   
Entfernung: ca. 9 km / Dauer: ca. 3 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Letzte Vorbereitungen

Galerie & Video


14.März 2015  Simba Camp – Second Cave

Der Tag beginnt gegen 7:00 Uhr mit einem reichhaltigem Frühstück, bevor wir uns auf die nächste Etappe begeben. Der Weg zur Second Cave wird nun zunehmend steiler. Aber dieser Weg bietet eine herrliche Aussicht auf die Gipfel des Kibos und die östlichen Gletscher am Kraterrand. Am frühen Nachmittag erreichen wir das heute Tagesziel. Es gibt ausreichend Zeit zum Fotografieren und Akklimatisieren. An diesem, sowie an allen anderen Tagen auch verschwinden wir zeitig in unseren Schlafsäcken. Zum einen wird es gegen 19 Uhr dunkel und zum anderen somit auch spürbar kälter.

Höhe: Second Cave  3.450 m  
Entfernung: ca. 8 km / Dauer: ca. 4 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Blick vom Second Cave Camp zum Kibo

Galerie & Video


15.März 2015  Second Cave – Kikelelwa Camp

Heute liegt nur ein kurzes Stück weg vor uns. Diesen Tag haben wir zusätzlich gebucht, um uns etwas besser an die Höhe anpassen zu können. Die Landschaft wird immer karger und auf einem schmalen Pfad nähern wir uns den Kikelewa-Höhlen, in deren Nähe unser Camp aufgeschlagen wurde. Hier mussten wir dann feststellen: "Wir sind nicht allein!" Ein Chamäleon gesellte sich uns und präsentierte sich in seinen schönsten Farben.

Höhe: Kikelelwa Camp  3.600 m
Entfernung: ca. 5 km / Dauer: ca. 4 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Chamäleon im Kikelelwa Camp

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16.März 2015  Kikelelwa Camp – Mawenzi Tarn Hut

Nicht weit, aber steil. Das war das Motto des heutigen Abschnitts. Belohnt wurden wir für unsere Anstrengungen mit einem fantastischen Ausblick am Mawenzi. Das Camp, idyllisch an einem kleinen See gelegen, lud zu Entspannung und Wellness ein, wobei sich die Sache mit der Wellness auf eine Schüssel warmes Wasser beschränkte. Nach einem Tag in festen, hohen Schuhen aus Leder war es dennoch eine Wohltat. 

Höhe: Mawenzi Tarn Hut  4.330 m
Entfernung: ca. 3 km / Dauer: ca. 4 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Mawenzi Tarn Hut

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17.März 2015  Mawenzi Tarn Hut – Kibo Hut

Im Vergleich zu den Etappen der letzten Tage war dies heute eine deutliche Steigerung der Wegstrecke. Es galt, den Sattel zwischen Mawenzi und Kibo zu überwinden. Das Gelände war an sich nicht allzu anspruchsvoll und wir hatten die ganze Zeit das Ziel vor Augen. Doch trotz, dass wir beständig einen Fuß vor den anderen setzten, schienen wir unserem Camp kein Stück näher zu kommen. "Unendliche Weiten" und diese waren ganz und gar irdisch. 
Doch selbst hier, in diesen unendlichen Weiten hatte es ein Kleinflugzeug geschafft, vor Jahren eine Bruchlandung hinzulegen. Die in der Einöde verteilten Überreste hatten irgendwie etwas mystisches. Zumindest hatten wir einen Grund, kurz durchzuschnaufen. 
Irgendwann erreichten wir dann doch das letzte Camp vor dem Gipfel - Kibo Hut. Der Empfang war recht frostig, es fing an zu schneien. Zum Glück waren die Zelte bereits aufgebaut, sodass wir es trocken und warm hatten. Bis zum Aufstieg um Mitternacht war es zwar noch reichlich Zeit, doch an ein wenig Schlaf vor der zu erwartenden Strapaze war irgendwie nicht zu denken. 
Gegen 23 Uhr gab es noch einen heißen Tee und ein paar Kekse und kurz vor Mitternacht begann der längste und zugleich anstrengendste Tag, von dem wir überhaupt keine Vorstellung hatten, wie er sich entwickeln würde. 

Höhe: Kibo Hut 4.720 m
Entfernung: 9 km / Dauer: ca. 5 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Schnee am Kibo Hut

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18.März 2015 Kibo Hut – Gilman’s Point – Uhuru Peak – Horombo Hut

Gipfeltag - oder das Gefühl der Unendlichkeit. So in etwa kann man es auf den Punkt bringen. Noch nie zuvor hatten wir derartig jedes Empfinden für Zeit und Raum verloren. In totaler Finsternis, nur den kleinen Lichtkegel der eigenen Stirnlampe direkt vor sich ging es stetig steil bergauf. Wir wussten nicht, ob wir schon Stunden oder nur Minuten unterwegs oder gar wie weit wir dem Kraterrand schon näher gekommen waren. Dazu kam ein eisiger Wind, der selbst das Wasser in der Thermosflasche gefrieren ließ. Eine, zumindest für uns, absolute Grenzerfahrung, die auch ihren Tribut forderte. Von den drei Teilnehmern unserer Reisegruppe konnte leider nur einer den Gipfel erreichen. Wir hätten vorher nie gedacht, wie schwer es fallen kann, eine rationale und vernünftige Entscheidung zu treffen, wenn man um die halbe Welt gereist, seit Tagen nur bergauf gestiegen und das Ziel zum Greifen nah ist. An diesem Punkt umzukehren, wenn es nicht mehr weitergeht, war sicher richtig, aber in jedem Fall eine Entscheidung, über die man immer wieder nachdenken wird. 
Ein Sonnenaufgang in knapp 6.000 Meter Höhe sieht definitiv beeindruckender, irgendwie intensiver, röter aus als die, die wir bisher auf eher bescheidenem Höhenniveau erlebt haben. 
Ja, es war Quälerei und wir durchlebten die verschiedensten Gefühls- und Befindlichkeitslagen auf diesem Aufstieg, doch am Ende hat sich jeder Schritt bergauf, jeder Tropfen Schweiß und jede schlecht durchgeschlafene Nacht am Berg gelohnt. 
Gegen Mittag erreichten wir wieder Kibo Hut, wo es nach einer knappen Stunde bereits wieder weiter bergab ging, denn zum Tagesziel Horombo Hut war es noch ein gutes Stück Weg. 

Höhen: Gilman's Point 5.685 m, Stella Point 5.756 m, Uhuru Peak 5.895 m,
Horombo Hut 3.720 m 
Entfernung: 6 km bergauf / Dauer: ca. 7 Stunden -  15 km bergab / 7-8 Stunden
Übernachtung: Zeltcamp
Geschafft!

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19.März 2015  Horombo Huts – Mandara Hut – Moshi

Noch einmal konnten wir einen fantastischen Sonnenaufgang genießen, bevor es weiter und weiter bergab ging. Die Vegetation dagegen wuchs immer weiter und weiter empor und überragte uns doch recht bald. 
Obwohl der Weg stetig nach unten führte, war es eine für Muskeln und Gelenke mindestens ebenso schmerzhafte Angelegenheit wie beim Weg nach oben. So war es nicht weiter verwunderlich, dass sich bei einem von uns ein bestehendes Knieleiden manifestierte und wir das letzte Stück zwischen Mandara Hut und Marangu Gate ein Ambulanzmobil zur Unterstützung bekamen. 
Dies war nun die letzte Station unseres Abenteuers am höchsten Berg Afrikas. Eine reichhaltige Mahlzeit, die wir bis auf den letzten Krümel aufzehrten, rundete diesen Trip auf angenehme Weise ab. Alles wurde in den wartenden Bus verbracht, in dem auch wir kurz darauf Platz nehmen durften und auf angenehme und entspannte Art und Weise zurück zu unserem Hotel nach Moshi reisten.
Eine Sache stand am Abend noch an: Die Überreichung der Urkunden für alle Reiseteilnehmer. Dazu ein frisches, kühles Serengeti-Bier... einfach lecker nach einer solchen Erfahrung.  

Höhen: Mandara Huts 2.720 m  Marangu Gate 1.830 m
Entfernung: 20 km /Dauer: 6 Stunden
Übernachtung: Springlands Hotel
Aussicht von Horombo Hut

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20.März 2015  Moshi -Tarangire Nationalpark

Hatten wir noch in den Tagen zuvor noch Felsen, steile Wege hoch und runter, Schnee und sogar Eis unter unseren Füßen, so veränderte sich das Terrain nun schlagartig. Flach, flacher am ... und Staub so weit das Auge blicken kann. Dazu gesellte sich noch ein weiterer Komfortfaktor - unser Jeep. Wir konnten also die Beine hochlegen und die Landschaft an uns vorbeiziehen lassen. Unser Hauptaugenmerk verlagerte sich jetzt auf's Jagen und zwar das Jagen nach einem schönen Motiv für ein schönes Foto. Ein paar in Erinnerung bleibende Momente wurden eingefangen und nach einem verdienten Sundowner im Camp gab es einiges an Schlaf nachzuholen.

Übernachtung: Kirurumu Tarangire Camp

Tarangire Nationalpark 
Der 2850 km² große Tarangire Nationalpark liegt im Norden von Tansania. Seinen Namen verdankt er den ständig wasserführenden Fluß Tarangire, was zu einer hohen Tierdichte führt. Selbst in der Trockenzeit zwischen Juli bis Oktober ist genug Wasser vorhanden und lockt viele Tiere aus den trockeneren Regionen an. Die Landschaft ist geprägt von Grasland, offener Baumsavanne sowie dichtem Busch- und Waldland. Besonders imposant sind die häufig anzutreffenden Baobab-Bäume.Viele verschiedene Säugetiere und ca. 300 Vogelarten kann man im Nationalpark finden. Bekannt ist der Park auch auf Grund seiner hohen Dichte an Elefanten. Diese und die ebenso zu den „Big Five“ gehörigen Löwen, Büffel und Leoparden sind ebenfalls ,mit etwas Glück, im Park zu finden. Lediglich das einst in großer Zahl vorkommende Spitzmaul-Nashorn ist hier ausgerottet.
Tarangire Nationalpark

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21. März 2015 Tarangire Nationalpark – Serengeti

Nun waren wir mitten drin, in der Serengeti. Weites Land, wohin wir auch blickten und doch gab es immer etwas zu entdecken. Die Kamera immer oder fast immer im Anschlag. So schnell wie sich der Tag dem Ende zuneigte, so schnell füllten sich die Speicherkarten mit reichlich Bildmaterial. Im heutigen Camp durften wir am Abend eine besondere Erfahrung in Sachen Duscherlebnis machen, eine Buschdusche, was nichts anderes bedeutet, als dass auf Zuruf von außen per Hand warmes Wasser in die Dusche eingefüllt wurde. Wir mussten somit keine Wasserhähne drehen, sondern nur rufen "Now" und "Stop". Persönlicher kann Service kaum sein. 

Übernachtung: Serengeti Osupuko Camp

Serengeti - Nationalpark

Auf einer Fläche von fast 15.000 km² befindet sich der wohl bekannteste Nationalpark der Welt. Das aus der Massaisprache stammende Wort „Siringitu“ beschreibt am deutlichsten das Landschaftsbild, und bedeutet „das endlose Land“. Die grasbewachsene Savanne reicht teilweise flach bis zum Horizont. Nur an einigen Stellen findet man Steinformationen mitten in der Savanne, sogenannte Kopjes. Aber auch vereinzelte Akazien finden sich im Landschaftsbild und geben dieser eine willkommene Abwechslung. Die häufigsten Tiere dieser Region sind das Weißbart-Gnu und Steppenzebras, aber auch viele andere Pflanzenfresser besiedeln die Region. Natürlich finden sich auch genügend Raubtiere, bei diesem Angebot an Nahrung. So hat man gute Chancen Löwen, Leoparden, Geparden und Hyänen zu entdecken. Vogelliebhaber kommen bei ca. 500 Arten ebenfalls auf ihre Kosten. Nicht unerwähnt sollten auch die vielen kleinen Säugetiere und Reptilien bleiben.
Serengeti

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22. März 2015 Serengeti

Übernachtung:  Serengeti Osupuko Camp
Serengeti – Kopje

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23. März 2015 Serengeti -Ngorongoro Nationalpark

An diesem wahrlich geschichtsträchtigen Ort dauerte es nicht lange und wir verstanden, warum Prof. Grzimek und sein Sohn hier ihre letzte Ruhestätte haben. Einen ganzen Tag lang durchquerten wir Kraterebene, immer auf der Suche nach einem tierischen Motiv. Aber wie jeder Tag neigte sich auch dieser seinem Ende zu und wir konnten ein letztes mal einen Sundowner auf der Terrasse unserer Unterkunft genießen. Was für ein Tag, was für ein schönes Fleckchen Erde, was für ein Erlebnis. 

Übernachtung: Ngorongoro Crater Forest Camp

Ngorongoro Krater

Am Rande der Serengeti liegt im Norden von Tansania der Einbruchkrater Ngorongoro. Der Durchmesser des Kraters liegt bei ca.20 Kilometer und bildet am Kraterboden die größte trockene Kaldera der Welt. Die Seitenwände ragen zwischen 200 und 400 Meter in die Höhe und bieten etwa 25.000 Tieren verschiedenster Arten einen relativ sicheren Lebensraum. 

Im Ngorongoro Krater

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24. März 2015  Ngorongoro Nationalpark – Arusha

Flug von Kilimanjaro nach Frankfurt mit Zwischenlandung in Addis Abeba.
Ngorongoro Crater Forest

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25. März 2015 Ankunft Frankfurt


 Geocaches:

Moshi railway station
Rose Home-First Cache in Moshi
Meet us on our way to Uhuru P(i)eak
Kilimanjaro Climate Zones
Kibo - P2k10
Uhuru Peak
Karibu! You made it!
View of Mawenzi
Mandara Hut
TANAPA Tarangire NP
Shirt Shack
serena car park
NgoroNgoro - a big African caldera
Serengeti Kopjes
SERENGETI Naabi Hill Gate
Welcome to Serengeti
GSEA: Clock Tower
Time to say - Good Bye!
TANAPA Ngorongoro NP